Fibromyalgie – welcher Arzt ist zuständig? Der komplette Wegweiser

Fibromyalgie – welcher Arzt ist zuständig? Der komplette Wegweiser

Welcher Arzt ist bei Fibromyalgie zuständig? Die kurze Antwort: In den meisten Fällen ist der Rheumatologe die richtige Anlaufstelle für die Diagnose. Alternativ kann auch ein Schmerztherapeut (Arzt mit Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“) Fibromyalgie diagnostizieren und behandeln.

Dein Hausarzt ist der erste Schritt – er kann wichtige Voruntersuchungen machen und dich dann zum Spezialisten überweisen.

In diesem Artikel erfährst du genau, welche Ärzte bei Fibromyalgie helfen können, was sie jeweils tun – und wie du dich optimal auf den Arztbesuch vorbereitest.

Warum die Suche nach dem richtigen Arzt so schwierig ist

Vielleicht hast du genau das erlebt:

Du sitzt beim Hausarzt. Erzählst von deinen Schmerzen, der Erschöpfung, den Schlafproblemen. Der Arzt schaut in deine Akte. Alle Werte sind normal.

„Sie sind gesund. Vielleicht ein bisschen Stress. Machen Sie mal Urlaub.“

Oder: „Haben Sie schon Physiotherapie versucht?“

Oder noch schlimmer: „Das ist psychosomatisch. Gehen Sie mal zum Psychologen.“

Du gehst raus und fühlst dich nicht ernst genommen.

Das Problem: Fibromyalgie ist eine Diagnose, die sich nicht in Blutwerten zeigt. Nicht im MRT. Nicht im Röntgen. Es gibt keinen „Fibromyalgie-Test“, den man mal eben macht – und schon hat man Gewissheit.

Fibromyalgie ist eine klinische Diagnose. Das bedeutet: Ein Arzt muss deine Symptome genau kennen, andere Erkrankungen ausschließen und dann aufgrund des Gesamtbildes die Diagnose stellen.

Und nicht jeder Arzt kennt sich damit aus.

Deshalb ist es so wichtig, dass du zum richtigen Facharzt gehst. Zu jemandem, der Erfahrung mit Fibromyalgie hat. Der weiß, worauf er achten muss. Und der dich – endlich – ernst nimmt.

Der Weg zur Diagnose: Diese Ärzte sind die richtigen Ansprechpartner

Die gute Nachricht: Es gibt Fachärzte, die sich mit Fibromyalgie auskennen. Hier ist der typische Weg – von der ersten Anlaufstelle bis zur Diagnose.

1. Hausarzt – der erste Schritt

Warum du hier starten solltest:

Dein Hausarzt ist meist die erste Anlaufstelle. Und das ist auch gut so. Denn bevor jemand die Diagnose Fibromyalgie stellt, müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Was dein Hausarzt tun kann:

Blutuntersuchungen durchführen

  • Großes Blutbild (Entzündungswerte, Leber, Nieren)
  • Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4)
  • Rheumafaktoren (um rheumatische Erkrankungen auszuschließen)
  • Vitamin D, Vitamin B12, Ferritin (Eisenspeicher)
  • CRP und BSG (Entzündungsmarker)

Körperliche Untersuchung

  • Überprüfung der Gelenke
  • Neurologische Tests
  • Ausschluss anderer Schmerzursachen

Überweisung zum Facharzt
Wenn alle Werte unauffällig sind, die Schmerzen aber bleiben, kann dein Hausarzt dich an einen Spezialisten überweisen.

Das Problem:

Nicht jeder Hausarzt kennt sich mit Fibromyalgie gut aus. Manche denken noch immer, es sei eine „Modediagnose“ oder „eingebildet“. Andere wissen einfach nicht genug darüber.

Was du tun kannst:

Wenn dein Hausarzt deine Symptome nicht ernst nimmt oder keine Ahnung von Fibromyalgie hat: Hol dir eine Zweitmeinung. Du hast das Recht auf einen Arzt, der dich versteht.

2. Rheumatologe – der Spezialist für die Diagnose

Warum ein Rheumatologe?

Fibromyalgie wird oft von einem Rheumatologen diagnostiziert. Das kann zunächst verwirrend sein, denn Fibromyalgie ist keine rheumatische Erkrankung im klassischen Sinne (es gibt keine Gelenkentzündungen).

Aber: Rheumatologen sind Experten für chronische Schmerzerkrankungen des Bewegungsapparats. Sie kennen die Differenzialdiagnosen (z.B. rheumatoide Arthritis, Lupus, Polymyalgia rheumatica) und können diese sicher ausschließen.

Was ein Rheumatologe macht:

Umfassende Anamnese

  • Detaillierte Befragung zu deinen Schmerzen (Wo? Seit wann? Wie stark?)
  • Fragen zu Begleitsymptomen (Müdigkeit, Schlaf, Konzentration)
  • Fragen zu psychischen Belastungen (Stress, Angst, Depression)

Körperliche Untersuchung

  • Untersuchung der sogenannten „Tender Points“ (druckschmerzhafte Punkte)
  • Überprüfung der Muskulatur und Gelenke
  • Funktionsprüfungen

Ausschlussdiagnostik

  • Weitere Blutuntersuchungen (z.B. ANA, Anti-CCP-Antikörper)
  • Bei Bedarf: Bildgebung (Ultraschall, MRT)
  • Ausschluss von Arthritis, Lupus, Polymyalgia rheumatica

Diagnosestellung nach ACR-Kriterien
Der Rheumatologe nutzt die offiziellen Diagnosekriterien des American College of Rheumatology (ACR). Diese umfassen:

  • Widespread Pain Index (WPI): Schmerzausbreitung in verschiedenen Körperregionen
  • Symptom Severity Scale (SSS): Schwere der Begleitsymptome
  • Dauer der Symptome mindestens 3 Monate

Das ist wichtig:

Ein guter Rheumatologe wird dir Zeit geben. Er wird dir zuhören. Und er wird deine Schmerzen ernst nehmen – auch wenn alle Werte „normal“ sind.

Die Diagnose Fibromyalgie ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet: Erst wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen sind UND die typischen Symptome vorliegen, wird die Diagnose gestellt.

Wie findest du einen guten Rheumatologen?

  • Frag deinen Hausarzt nach einer Überweisung
  • Suche online nach Rheumatologen in deiner Nähe (z.B. über die Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung)
  • Achte auf Zusatzbezeichnungen wie „Schmerztherapie“ oder „Spezielle Schmerztherapie“
  • Lies Bewertungen (aber mit Vorsicht: Nicht jede Bewertung ist aussagekräftig)

Wartezeiten: Rheumatologen haben oft lange Wartezeiten (3-6 Monate sind keine Seltenheit). Lass dich auf die Warteliste setzen – und ruf alle paar Wochen an, ob es Absagen gibt.

3. Schmerztherapeut – die Alternative zum Rheumatologen

Ein Schmerztherapeut (Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“) ist eine sehr gute Alternative – manchmal sogar die bessere Wahl.

Warum ein Schmerztherapeut?

Schmerztherapeuten sind spezialisiert auf chronische Schmerzen. Sie arbeiten oft multimodal, das heißt: Sie schauen sich nicht nur den Körper an, sondern auch psychische und soziale Faktoren.

Was ein Schmerztherapeut macht:

Biopsychosoziale Betrachtung

  • Körperliche Ursachen
  • Psychische Faktoren (Stress, Angst, Depression)
  • Soziale Belastungen (Arbeit, Familie, Beziehungen)

Behandlungsplan erstellen
Ein Schmerztherapeut kann direkt mit der Behandlung beginnen – oft ohne lange Wartezeiten auf weitere Fachärzte.

Koordination verschiedener Therapien

  • Medikamentöse Therapie
  • Physiotherapie
  • Psychotherapie
  • Ergotherapie
  • Entspannungsverfahren

Wann ist ein Schmerztherapeut die richtige Wahl?

  • Wenn deine Schmerzen schon länger bestehen und du direkt mit der Behandlung starten willst
  • Wenn du bereits bei mehreren Ärzten warst und keine Diagnose bekommen hast
  • Wenn du einen ganzheitlichen Ansatz suchst

Wie findest du einen Schmerztherapeuten?

  • Suche nach Ärzten mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“
  • Schmerzkliniken und Schmerzzentren haben oft ambulante Sprechstunden
  • Auch hier: Arztsuche der Kassenärztlichen Vereinigung nutzen

4. Weitere mögliche Ansprechpartner

Je nach Symptomen und Verfügbarkeit können auch diese Fachärzte helfen:

Neurologe

  • Bei starken kognitiven Symptomen („Fibro Fog“: Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen)
  • Bei Verdacht auf neurologische Begleiterkrankungen
  • Kann zusätzliche Diagnostik durchführen (z.B. EEG, Nervenleitgeschwindigkeit)

Facharzt für Psychosomatische Medizin

  • Spezialist für körperliche Beschwerden mit psychischen Ursachen oder Verstärkern
  • Arbeitet oft mit Psychotherapie und körperorientierten Verfahren
  • Kann Fibromyalgie diagnostizieren und behandeln

Internist

  • Bei Verdacht auf andere internistische Erkrankungen (Schilddrüse, Stoffwechsel)
  • Kann umfassende Blutuntersuchungen durchführen

Vorbereitung auf den Arzttermin: So wirst du ernst genommen

Du hast einen Termin beim Facharzt. Jetzt ist es wichtig, dass du dich gut vorbereitest. Warum? Weil du nur begrenzt Zeit hast – und du diese Zeit optimal nutzen solltest.

Hier ist deine Checkliste für den Arztbesuch:

1. Führe ein Symptomtagebuch (2-4 Wochen)

Was du aufschreiben solltest:

  • Schmerzlokalisationen: Wo tut es weh? (Markiere auf einer Körperskizze)
  • Schmerzintensität: Skala von 1-10
  • Tageszeit: Wann sind die Schmerzen am schlimmsten?
  • Begleitsymptome: Müdigkeit, Schlafqualität, Konzentration, Verdauung, Stimmung
  • Auslöser: Gibt es Situationen, in denen es besser oder schlechter wird?

Warum ist das wichtig?

Ein Symptomtagebuch zeigt dem Arzt objektiv, wie deine Beschwerden verlaufen. Es macht deutlich: Das ist kein „bisschen Stress“ – das ist ein anhaltendes, ernstes Problem.

2. Bringe alle bisherigen Befunde mit

Was du mitnehmen solltest:

✅ Alle Blutbilder (auch die, bei denen „alles normal“ war)
✅ MRT-Berichte, Röntgenbilder, CT-Befunde
✅ Arztbriefe von anderen Fachärzten
✅ Liste aller Medikamente, die du nimmst oder genommen hast
✅ Liste aller bisherigen Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie, Reha)

Warum ist das wichtig?

Der Facharzt kann so sehen, welche Untersuchungen schon gemacht wurden – und muss sie nicht wiederholen. Das spart Zeit. Und es zeigt: Du nimmst deine Gesundheit ernst.

3. Schreibe eine Liste aller Symptome

Was auf die Liste gehört:

  • Schmerzen: Wo? Seit wann? Wie fühlen sie sich an?
  • Müdigkeit/Erschöpfung: Auch nach Ruhepausen?
  • Schlafstörungen: Einschlafen? Durchschlafen? Aufwachen?
  • Kognitive Probleme: Konzentration, Gedächtnis, Wortfindung
  • Verdauungsbeschwerden: Reizdarm, Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Stimmung: Niedergeschlagenheit, Angst, Reizbarkeit
  • Weitere Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Empfindlichkeiten

Auch die „unwichtigen“ Symptome notieren!

Vielleicht denkst du: „Das hat doch nichts mit meinen Schmerzen zu tun.“ Aber: Fibromyalgie zeigt sich oft in vielen verschiedenen Symptomen. Der Arzt braucht das Gesamtbild.

4. Sei offen über psychische Belastungen

Das ist wichtig:

Fibromyalgie ist keine psychische Erkrankung. Aber: Stress, Angst und Depression können die Symptome verstärken. Und oft sind sie auch eine Folge der chronischen Schmerzen und Erschöpfung.

Sei ehrlich, wenn du:

  • Unter starkem Stress stehst (Arbeit, Familie, Beziehung)
  • Dich niedergeschlagen oder depressiv fühlst
  • Ängste hast (z.B. Zukunftsängste, Gesundheitsängste)
  • Traumatische Erlebnisse hattest

Warum ist das wichtig?

Ein guter Arzt wird das nicht gegen dich verwenden. Im Gegenteil: Er wird verstehen, dass Körper und Psyche zusammenhängen – und dass beides behandelt werden muss.

Und: Wenn du psychische Belastungen verschweigst, kann der Arzt dir nicht die richtige Hilfe anbieten.

5. Fragen, die du stellen solltest

Während des Gesprächs:

  • „Halten Sie Fibromyalgie für eine mögliche Diagnose?“
  • „Welche anderen Erkrankungen müssen noch ausgeschlossen werden?“
  • „Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?“
  • „Gibt es etwas, das ich jetzt schon tun kann?“
  • „Wie lange dauert es, bis ich eine Verbesserung spüre?“
  • „Kann ich wieder arbeiten? Sport machen? Ein normales Leben führen?“

Am Ende des Gesprächs:

  • „Wann bekomme ich die Befunde?“
  • „Wie geht es jetzt weiter?“
  • „An wen kann ich mich wenden, wenn es mir schlechter geht?“

Was passiert nach der Diagnose?

Du hast die Diagnose Fibromyalgie bekommen. Und jetzt?

Das Wichtigste zuerst: Die Diagnose ist ein Meilenstein. Endlich hast du einen Namen für das, was du seit Monaten oder Jahren erlebst. Endlich wirst du ernst genommen.

Aber gleichzeitig kommt auch die Frage: Und jetzt? Was kann ich tun?

Fibromyalgie ist behandelbar

Das ist die gute Nachricht: Auch wenn Fibromyalgie chronisch ist, heißt das nicht, dass du damit leben musst wie bisher.

Die Behandlung von Fibromyalgie ist multimodal. Das bedeutet: Es gibt nicht DAS eine Medikament, das alles heilt. Stattdessen arbeitet man mit mehreren Bausteinen, die zusammen wirken:

  1. Medikamentöse Therapie
    • Schmerzmedikamente (z.B. Duloxetin, Pregabalin, Amitriptylin)
    • Keine klassischen Schmerzmittel wie Ibuprofen (helfen bei Fibromyalgie meist nicht)
    • Individuell angepasst, je nach Symptomen
  2. Bewegungstherapie
    • Leichtes Ausdauertraining (Walking, Schwimmen, Radfahren)
    • Krafttraining (langsam steigernd)
    • Dehnübungen und Mobilisation
  3. Psychotherapie
    • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT)
    • Stressbewältigung
    • Umgang mit chronischen Schmerzen lernen
  4. Entspannungsverfahren
    • Progressive Muskelentspannung (PMR)
    • Achtsamkeitsbasierte Verfahren (MBSR)
    • Yoga, Tai Chi, Qigong
  5. Ergotherapie
    • Alltagsaktivitäten anpassen
    • Energiemanagement (Pacing)
    • Hilfsmittel bei Bedarf
  6. Psychosomatische Physiotherapie
    • Körperorientierte Therapie
    • Verbindung von Körper und Psyche
    • Regulation des Nervensystems

Warum du nicht aufgeben solltest

Vielleicht bist du gerade an einem Punkt, an dem du denkst: „Das bringt doch alles nichts. Ich habe schon so viel probiert.“

Ich verstehe das.

Du bist müde. Du hast Schmerzen. Du fühlst dich unverstanden. Du hast schon bei so vielen Ärzten gesessen. Und oft kam nur: „Das ist halt so. Damit müssen Sie leben.“

Aber das stimmt nicht.

Fibromyalgie ist behandelbar. Viele Menschen mit Fibromyalgie erleben deutliche Verbesserungen – wenn sie die richtige Behandlung bekommen.

Das Wichtigste ist:

  1. Finde einen Arzt, der dich ernst nimmt.
    Das kann dauern. Aber es gibt sie: Ärzte, die Fibromyalgie kennen und verstehen.
  2. Sei geduldig mit dir selbst.
    Verbesserung passiert nicht über Nacht. Aber sie passiert.
  3. Probiere verschiedene Bausteine aus.
    Was bei anderen hilft, muss nicht bei dir helfen. Aber: Finde DEINEN Weg.
  4. Du bist nicht allein.
    Millionen von Menschen weltweit haben Fibromyalgie. Es gibt Selbsthilfegruppen, Online-Foren, und Therapeuten, die sich darauf spezialisiert haben.

Zusammenfassung: Dein Weg zur Diagnose und Behandlung

Schritt 1: Hausarzt

  • Erste Blutuntersuchungen
  • Ausschluss anderer Erkrankungen
  • Überweisung zum Facharzt

Schritt 2: Rheumatologe oder Schmerztherapeut

  • Umfassende Diagnostik
  • Diagnosestellung nach ACR-Kriterien
  • Behandlungsplan erstellen

Schritt 3: Multimodale Behandlung

  • Medikamente (wenn nötig)
  • Bewegungstherapie
  • Psychotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie
  • Psychosomatische Physiotherapie

Schritt 4: Dranbleiben

  • Behandlung braucht Zeit
  • Verbesserungen sind möglich
  • Du verdienst ein Leben mit weniger Schmerzen

Wie psychosomatische Physiotherapie bei Fibromyalgie helfen kann

Vielleicht fragst du dich: Was ist psychosomatische Physiotherapie? Und wie kann sie bei Fibromyalgie helfen?

Psychosomatische Physiotherapie verbindet körperliche Therapie mit dem Verständnis, dass Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind.

Bei Fibromyalgie ist genau das entscheidend:

  • Chronische Schmerzen verändern das Nervensystem
  • Stress und Anspannung verstärken die Schmerzen
  • Der Körper ist im Alarmzustand – auch wenn keine Gefahr da ist

In meiner Praxis arbeite ich mit:

Körperorientierten Techniken (Regulation des Nervensystems)
Psychoregulativer Massage (Entspannung auf körperlicher und emotionaler Ebene)
Embodiment-Übungen (Körperbewusstsein und Selbstwahrnehmung)
Lösungsfokussierten Gesprächen (Was hilft? Was tut gut?)
Therapie im Wald (Natur als Heilraum)

Das Ziel ist nicht nur, die Schmerzen zu reduzieren – sondern auch, wieder Zugang zu deinem Körper zu finden. Zu spüren, was dir guttut. Und zu lernen, wie du dein Nervensystem beruhigen kannst.

Wenn du Unterstützung suchst:

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann mein Hausarzt Fibromyalgie diagnostizieren?

Theoretisch ja – aber die meisten Hausärzte überweisen an einen Facharzt (Rheumatologe oder Schmerztherapeut), weil diese mehr Erfahrung mit Fibromyalgie haben.

Wie lange dauert es, bis ich einen Termin beim Rheumatologen bekomme?

Oft 3-6 Monate. Lass dich auf mehrere Wartelisten setzen und frage regelmäßig nach Absagen.

Muss ich privat zum Spezialisten?

Nein. Rheumatologen und Schmerztherapeuten arbeiten auch mit gesetzlichen Krankenkassen. Du brauchst nur eine Überweisung von deinem Hausarzt.

Was kostet die Behandlung?

Die ärztliche Behandlung wird von der Krankenkasse übernommen. Physiotherapie, Ergotherapie und Psychotherapie werden in der Regel ebenfalls (teilweise) erstattet. Psychosomatische Physiotherapie ist oft eine Privatleistung.

Gibt es einen Bluttest für Fibromyalgie?

Nein. Fibromyalgie ist eine klinische Diagnose. Es gibt derzeit keinen Bluttest, der Fibromyalgie nachweist. (Stand 2025: Es gibt Forschung zu Autoantikörpern, aber noch keine klinisch verfügbaren Tests.)

Kann Fibromyalgie wieder weggehen?

Fibromyalgie ist chronisch – aber die Symptome können sich deutlich bessern oder sogar fast verschwinden, wenn die richtige Behandlung gefunden wird.

Quellen

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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Fibromyalgie oder anderen gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt.